Golm auf Usedom: Oderhaff Reederei Peters

Golm

In der Nähe von Kamminke, einem verträumten kleinen Fischerort mit weißen Häuschen, ist der höchste Berg der Insel Usedom – der 71 m hohe Golm. Der dichtbewaldete Golm wurde während der Bronzezeit zur Sicherung der Handelsstraßen an der Oder angelegt. Der Burgwall des Golm war schon immer ein Ausflugsziel für Einheimische und Urlauber. Nach den mörderischen Luftangriffen der Alliierten auf Stettin im April 1945 wurden die ca. 23.000 Menschenopfer dort auf dem Golm beigesetzt. Seit dieser Zeit ist der Golm eine Gedenkstätten für die Opfer des Krieges. Der Golm wird oft von Hochzeitspaaren aus Swinemünde aufgesucht, da es den Paaren eine Ehre ist, dort ihrer verstorbenen Angehörigen zu gedenken. Von der Anhöhe des Golm hat der Besucher einen herrlichen Ausblick auf Teile der Insel Usedom und auf Swinemünde. Urlauber auf Usedom haben auch die Möglichkeit, den Golm mit dem Fahrrad zu erkunden. Dieses ist eine landschaftlich sehr schöne Tour und kann mit der ganzen Familie unternommen werden, da keine größeren Steigungen vorhanden sind. Auf dem Golm hat dann jeder die Möglichkeit, sich über die geschichtlichen Einflüsse und Vorkommnisse auf dem Golm zu in formieren. Ein Besuch zum Golm ist immer wieder ein Eintauchen in die deutsche und polnische Geschichte. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan in den gegenseitigen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Ein Ausdruck dafür ist auch, daß von deutscher Seite aus immr wieder Busfahrten nach Swinemünde angeboten werden, die den Besuch des Golm als Gedenkstätte als eine Selbstverständlichkeit beinhalten. Auf dem Golm, der gleichzeitig die höchste Erhebung der Insel ist, werden wiederholt auch Veteranentreffen durchgeführt, um immer wieder an die Schrecken der Vergangenheit zu appellieren. Kinder aus den Schulen der Stadt Swinemünde legen jährlich zum Feiertag auf der Gedenkstätte Golm Blumen nieder.